Können Golfplätze krank machen? Hinweise darauf haben Neurologinnen und Neurologen in den USA gefunden.

Sie sehen im Fachmagazin Jama Network Open ein höheres Risiko, an Parkinson zu erkranken - für Leute, die in der Nähe eines Golfplatzes wohnen. Schon bekannt ist, dass diese Nervenkrankheit von einem Zusammenspiel aus den Genen und Umweltfaktoren beeinflusst wird.

Und besonders in den USA wird das Grün der Golfplätze oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Einer beteiligten Neurologin zufolge kann der Pestizid-Einsatz bis zu 15 Mal höher sein als in europäischen Ländern. Gesundheitsdaten von mehr als 5000 Personen zeigen laut Studie: Menschen, die im Umkreis von 1,5 Kilometern um einen Golfplatz wohnten, hatten ein mehr als doppelt so hohes Parkinson-Risiko wie Leute, die mindestens 10 Kilometer weit weg lebten. Das könnte ein rein statistischer Zusammenhang sein, unbeteiligte Forschende fordern deshalb weitere Untersuchungen.