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Wir saugen den Baum aus - aber nicht zu doll.

Der Studie eines US-Biologie-Teams zufolge, stimmen sich parasitär lebende Pflanzen wie Misteln untereinander ab. Das Team hat sich dafür Misteln angeschaut, die in der Mojave- und der Sonorawüste in den USA vorkommen. Sie stellten fest, dass die Misteln den Baum schonen, wenn mehrere von ihnen den gleichen befallen.

Misteln sind flexibel: Sie können sich per Photosynthese gut selbst versorgen. Wenn sie aber einen Baum als Wirt haben, dann zapfen sie den für die nötigen Nährstoffe an. In dem Moment, wo sie trotzdem ihre eigene Versorgung hochfahren, sorgen sie auch dafür, dass der Wirt nicht zu sehr geschröpft wird. Wie die Misteln miteinander kommunizieren ist unklar. Vielleicht "riechen" sie einander über chemische Botenstoffe. Oder sie bekommen das über das Leitgewebe ihres Wirtes mit.

Früher wurden Misteln oft als Schmarotzer gesehen. Heute ist klar, dass sie wichtig sind, weil sie auch dann noch Futter für Vögel und Bestäuber bieten, wenn andere Pflanzen schon längst nicht mehr blühen.