Einige Pflanzen haben Stacheln - damit wollen sie verhindern, dass sie gefressen werden.

Wie genau dieses Aufrüsten gegen Pflanzenfresser abgelaufen ist, haben Forschende unter anderem aus Leipzig erforscht. Sie schreiben im Fachblatt New Phytologist, dass viele Stacheln wohl auf Tiere zurückgehen, die heute schon längst ausgestorben sind.

Dabei geht es vor allem um Säugetiere, die mehr als 10 Kilogramm wiegen - manchmal auch mehr als 1.000 Kilo - denn gegen diese Tiere sind die Stacheln am effektivsten. Die ausgestorbenen Tiere haben also einen bleibenden Eindruck bei den heutigen Pflanzen hinterlassen. Zum Beispiel im stacheligen Dickicht im Süden Madagaskars, wo noch vor etwa 10.000 Jahren große Pflanzenfresser lebten.

Manchmal war aber auch das Klima der Grund: Wo es besonders trocken ist, bilden Pflanzen häufiger Stacheln aus - Kakteen zum Beispiel. Denn da ist es wahrscheinlicher, dass Tiere versuchen, die Pflanze zu fressen - weil es sonst nicht viel zu fressen gibt.