Manche Blütenpflanzen sind nicht nur darauf angewiesen, bestäubt zu werden - sondern das muss am besten auf eine besondere Art passieren: per Vibrationsbestäubung.

Dabei erzeugen Bienen und Hummeln mit ihrem Flügelschlag Frequenzen, durch die dann die Staubbeutel der Pflanzen in Schwingung geraten und so den verklebten Pollen freigeben. Dadurch werden die Insekten mit dem Pollen eingestäubt und können ihn dann zur nächsten Blüte tragen. Das ist zum Beispiel bei Tomaten und Heidelbeeren so.

Viele Insektenarten sind gute Vibrations-Bestäuber

Jetzt hat ein Forschungsteam von der Technischen Uni Wien untersucht, was mechanisch genau passiert bei der Vibrationsbestäubung. Dabei kam raus: Wie schnell die Flügel vibrieren, darauf kommt es nicht so genau an, um an den Pollen ranzukommen. Das klappt in einem relativ breiten Frequenzbereich - zwischen 100 und 1.000 Hertz - sodass sowohl kleine Wildbienen als auch große Hummeln die Staubbeutel zum Vibrieren bringen können. Dadurch werden die dann leicht verformt und geben den Pollen frei.

Die Studie ist erschienen im Journal of The Royal Society Interface. Weltweit sind rund 30.000 Blütenpflanzen abhängig von Vibrationsbestäubung.