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Philadelphia ist zu dick: Zwei von drei Erwachsenen und fast jedes zweite Kind wiegen mehr, als gesund ist.


Deswegen hat die Stadt Anfang 2017 eine Steuer eingeführt - auf Getränke mit Zucker oder Süßstoff. Umgerechnet beträgt die Abgabe 45 Euro-Cent pro Liter. Und das zeigt Wirkung, meldet jetzt ein Forschungsteam aus Pennsylvania im Fachmagazin Jama. Es hat sich Daten zum Softdrink-Verkauf aus dem Jahr vor und nach der Einführung der Steuer angesehen.

Ergebnis: Zum Teil sind Menschen offenbar in Nachbargemeinden gefahren, um dort die Getränke unversteuert zu kaufen. Trotzdem haben Großhandel, Supermärkte und Drogerien unterm Strich knapp 40 Prozent weniger Zucker-Softdrinks verkauft. Die Forschenden halten die Softdrink-Steuer deswegen für wirksam. Mit Einnahmen aus der Steuer bezahlt die Stadt Philadelphia unter anderem Kindergartenplätze.

Gezuckerte Getränke können dick machen und Diabetes verursachen. Deswegen gibt es inzwischen auf der ganzen Welt Länder und Städte, die Softdrinks verteuern, unter anderem in Frankreich und Ungarn. Auch dort zeigten Studien, dass wegen der Steuer weniger Softdrinks getrunken werden.