Heißes Eis - Da denken viele jetzt vielleicht an eine leckere Nachspeise.

Aber auch wissenschaftlich gesehen gibt es heißes Eis - und zwar unter extremem Druck. Denn da verhält sich Wasser grundlegend anders: Seine Sauerstoffatome können ein festes Kristallgitter bilden und durch dieses Gitter wandern dann die Wasserstoffkerne. Bisher wurde schon vermutet, dass dieser Zustand im Mantel von Uranus und Neptun herrscht. Aber einen Nachweis gab's noch nicht. Den liefert jetzt ein Forschungsteam im Fachmagazin Physical Review Letters.

Die Forschenden haben winzige Wasserproben unter hohem Druck zusammengepresst und dann mit Lasern erhitzt auf mehr als 2.300 Grad Celsius - so wie tief im Uranus und Neptun. Dabei haben sich die Sauerstoffatome dann angeordnet zu hexagonalen (also sechseckigen) Kristallen - also festes Eis gebildet. Die Erkenntnisse der Forschenden könnten helfen, Planeten wie Uranus und Neptun besser zu verstehen.