Welche Seite nach dem Wurf einer Münze oder eines Würfels nach oben zeigt sollte eigentlich Zufall sein.

Ein Physiker der ETH Zürich sieht das anders. Er sagt: Egal wie symmetrisch oder glatt ein Würfel hergestellt wird: Eine der sechs Flächen wird immer etwas häufiger nach oben zeigen. Er und sein Team sind mit Blick auf Verschlüsselungstechnologien auf der Suche nach einer Maschine, die perfekte Zufälle produziert.

Chips können den Zufall verstärken

Dafür haben sie zwei Computerchips mit einem 30 Meter langen Rohr verbunden und darin Photonen in Lichtgeschwindigkeit hin- und herfliegen lassen. Jeder Chip stellt dabei ein Quanten-Bit dar, das die Zustände 0 oder 1 annehmen kann. Im Experiment haben die Forschenden nach eigenen Angaben die maximal zufällige Verteilung von Einsen und Nullen gemessen.

Sie nennen ihre Methode "Zufallsverstärkung" und sehen in ihrem System eine ähnliche Rolle für digitale Sicherheit wie Atomuhren es für die Zeitmessung sind. Es soll Kommunikation, Passwörter und Datenbaken sicherer verschlüsseln und Lotterien zufälliger ausfallen lassen.