Ameisen fressen gern ein süßes Sektret, das Blattläuse abgeben. Manchmal ist dieses Sekret aber auch Medizin, nämlich dann wenn es Wasserstoff-Peroxid enthält.

Forschende haben in einem Experiment beobachtet, dass die Ameisen so Pilzinfektionen selbst behandeln. Das Team fing 30 Tiere einer Waldameisen-Art ein, und infizierte die Hälfte davon mit einem Pilz. Dann boten die Forschenden den Tieren unterschiedliches Futter an, unter anderem zerkleinerte Blattläuse, die Wasserstoffperoxid über Pflanzen aufgenommen hatten. Die Ameisen mit der Pilz-Infektion fraßen deutlich mehr von diesem Blattlaus-Futter. Dadurch starben weniger infizierte Ameisen.

Futterwechsel nach Genesung

Sobald die Ameisen wieder gesund waren, wechselten sie wieder zu normalem Futter. Die Forschenden vermuten, dass die Ameisen so eine Überdosis mit Wasserstoffperoxid vermeiden, das in größeren Mengen schädlich sie ist. Wasserstoffperoxid wird stark verdünnt auch im Haushalt eingesetzt, zum Reinigen, Desinfizieren, aber auch gegen Fußpilz.

Das Wasserstoffperoxid in den Blattläusen stammt von Pflanzen, die den Stoff unter Stress produzieren.