Das haben Forschende des Penguin Watch Projects der Uni Oxford festgestellt. Mit fest installierten Kameras beobachteten sie 37 Pinguinkolonien in der Antarktis. Innerhalb von nur zehn Jahren - zwischen 2012 und 2022 - verschob sich ihre Brutsaison in Rekord-Geschwindigkeit, schreiben die Forschenden. Bei den Eselspinguinen gab es einige Kolonien, die sogar 24 Tage eher brüteten als früher.
Das Problem dabei: Wann eine Tierart brütet ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um ökologische Nischen geht. So kann eine frühere Brutsaison die Nahrungssuche erschweren, zum Beispiel, weil die Konkurrenz mit anderen Tierarten dann größer ist.
Die Forschenden vermuten, dass es unter den Pinguinen Gewinner und Verlierer geben wird: Generalisten, wie Eselspinguine, werden mit dem Klimawandel wohl gut zurecht kommen. Spezialisiertere Pinguine, wie Adeliepinguine, die dichtes Packeis bevorzugen, werden es schwerer haben.
