Wenn das Urinal zurückspritzt, dann ist das nicht so angenehm.

Physiker, unter anderem von der Universität Oxford, haben sich jetzt diesem Problem gewidmet. Ihre These: Die Beschaffenheit der Oberfläche, auf die die Flüssigkeit trifft, ist entscheidend. Ihre Tests haben die Forscher aber nicht auf der Toilette gemacht, sondern sie haben im Labor Flüssigkeit auf verschiedene Oberflächen gespritzt und das dann mit einer Highspeed-Kamera beobachtet. Ihre Ergebnisse haben sie im Fachmagazin Physical Review Letters zusammengefasst.

Auf weichen Oberflächen spritzt es weniger

Trifft eine Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit auf eine harte Fläche, dann werden durch die Energie des Aufpralls aus der Flüssigkeit winzige Spritzer. Die Forscher fanden heraus, dass eine weiche Fläche dafür sorgt, dass es nicht so sehr spritzt. Um Rückspritzer auf weichen Flächen zu erreichen, musste 70 Prozent mehr Energie aufgewendet werden als bei harten Flächen oder die Flüssigkeit musste von der doppelten Entfernung auf die Oberfläche fallen.

Grafik aus der Studie, veröffentlicht von der American Physical Society

Ein Vorschlag der Forscher ist, dass die Oberfläche aus einer Art Gel sein könnte, dann wäre sie weicher.

Bis es ein spritzfreies Urinal gibt, wird es laut dem Internetportal The Register aber wohl noch etwas dauern: Weichere Oberflächen sind nämlich weniger robust und oft nicht langlebig genug. Die nächste Aufgabe lautet also: Entwickelt eine Oberfläche, die weich und gleichzeitig widerstandsfähig ist.