Mathe, Naturwissenschaften, Lesen -

laut der neuen Pisa-Bildungsstudie sind die Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht wie nie. Sowohl in Mathematik, ‌als auch in Lesekompetenz und in Naturwissenschaften gingen die Leistungen zurück. Insgesamt liegt Deutschland damit jetzt etwa auf dem Durchschnitt aller OECD-Länder.

Laut der Studie schafften es nur knapp 70 Prozent der deutschen Schülerinnen und Schüler die Hauptaussage eines mittellangen Textes zu verstehen. In China konnten das 93 Prozent. Für alle teilnehmenden Länder gilt allerdings: Der Anteil der "flüchtig Lesenden", die also Texte nur überfliegen und dann häufiger falsche Antworten geben, hat sich seit 2018 nahezu verdoppelt. Und: Mit der abnehmenden Lesekompetenz gehen auch Fähigkeiten in den anderen Bereichen zurück. Als möglichen Grund nennt die Studie unter anderem, dass Kinder und Jugendliche mehr Zeit mit Handys und Tablets verbringen.

Ein Drittel der befragten Schülerinnen und Schüler in Deutschland sagt übrigens, dass die Schule eine Zeitverschwendung war. ‌Im OECD-Durchschnitt ist es nur ein Viertel.

Kritik übt die Studie am mehrgliedrigen Schulsystem in Deutschland, denn: Die jeweilige Schulform betone Leistungsunterschiede und könne Ungleichheiten verschärfen. Dadurch kann es laut der Studie zwar "Inseln der Exzellenz" geben, die Bildungsqualität insgesamt leidet aber.

Pisa steht für "Programme for International Student ⁠Assessment" und ist ein Programm der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur internationalen Bewertung von Schülern. Die ersten Daten stammen aus dem Jahr 2000. Diesmal nahmen in Deutschland knapp 6.700 Schülerinnen und Schüler in 246 ‌Schulen teil. Insgesamt waren mehr als 760.000 Kinder ‌aus rund 90 Ländern dabei.