Wirbelstürme an Jupiters Südpol bildeten bisher ein Fünfeck - jetzt ist ein sechstes Sturm-Eck dazugekommen.

Aufnahmen der Nasa-Raumsonde Juno zeigten immer wieder, dass die südpolaren Stürme auf Jupiter einen zentralen Sturmwirbel haben, der von einem Fünfeck von Zyklonen umgeben ist. Bei jedem Vorbeiflug der Raumsonde schienen die Südpolstürme nahezu unverändert, das Fünfeckmuster blieb weiterhin gleich. Das warf die Frage auf, ob diese Zyklonenanordnung dauerhaft ist.

Anfang November kam dann ein Sturm hinzu und machte ein Sechseck aus dem Fünfeck.

Infrarot-Aufnahmen von der US-Raumsonde Juno zeigen links fünf und rechts sechs Wirbelstürme am Südpol des Jupiter
© Nasa/JPL-Caltech/SwRI/ASI/INAF/JIRAM
Infrarot-Aufnahmen von der US-Raumsonde Juno zeigen links fünf und rechts sechs Wirbelstürme am Südpol des Jupiter

Der "neue" Wirbelsturm ist zwar räumlich kleiner als die anderen, etwa so groß wie der US-Bundesstaat Texas, aber ebenso schnell wie die anderen: 360 Stundenkilometer, ähnlich schnell auch wie die stärksten Stürme auf der Erde.

Jetzt fragen sich Astronomen, ob die Hexagon-Anordnung bleibt oder sich wieder in ein Fünfeck verwandelt.