Fossile Energieträger wie Öl und Gas sind seit Beginn des Iran-Kriegs im Frühling deutlich teurer geworden - gleichzeitig fahren Öl-Konzerne riesige Gewinne ein.
Polen plant deshalb höhere Steuern für Kraftstoffunternehmen und große Energieversorger. Nächstes Jahr soll der Steuersatz von 19 auf 30 Prozent angehoben werden. Mit den zusätzlichen Einnahmen will die Regierung die Energiewende finanzieren, um weniger abhängig von Öl und Gas zu sein. Gleichzeitig plant sie den Strompreis für die energieintensive Industrie zu senken. Das Parlament muss den Plänen noch zustimmen.
In Deutschland und auf EU-Ebene wird eine Übergewinnsteuer für Öl-Konzerne diskutiert. Vor allem die SPD, Grüne und Linke sind dafür. Portugal hat schon eine Übergewinnsteuer eingeführt. Öl-Konzerne müssen dort ein Drittel ihrer Zusatzgewinne abgeben.
