Was serviert man seinen Gästen? Next Level schwierig ist das bei Staatsbanketten, also wenn Politiker, Königinnen oder andere Staats- oder Kirchenoberhäupter zu Gast sind.
Portugiesische und spanische Forschende haben untersucht, was Portugal in den letzten 100 Jahren bei rund 500 offiziellen Dinnern serviert hat. Ergebnis: Es geht nicht nur ums Essen, sondern um Diplomatie. Menüs sind Botschaften – sie zeigen Identität, setzen Zeichen und können sogar Spannungen entschärfen.
Früher galt französische Küche als Standard. Später wurden eigene, portugiesische Gerichte und Zutaten wichtig, auch um durch das Essen die portugiesische Identität zu zeigen.
Aber auch kleine Spitzen sind möglich: Etwa wenn ein Gericht bewusst Zutaten aus dem eigenen Land statt aus dem des Gastes enthält. Fehler sind in den 100 Jahren auch passiert – wie Fleisch für Gäste, die es nicht essen.
