So vertreten die Abgeordneten im Deutschen Bundestag kaum noch alle soziale Schichten. Darauf weist Lea Elsässer von der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz hin. Sie habilitiert dort zu dem Thema.
Die Wissenschaftlerin sagt, dass im Deutschen Bundestag aktuell nur fünf Prozent der Abgeordenten eine längere Zeit in einem nicht-akademischen Beruf gearbeitet hahen, bevor sie ins Parlament gezogen sind. Es gebe Parteien, in denen nur noch Akademikerinnen und Akademiker vertreten sind. Im Vergleich dazu hätten 40 Prozent der arbeitenden Bevölkerung einen Arbeiterberuf. Ihre Perspektive werde in der Politik damit ausgeschlossen.
Elsässer warnt, dass Wählerinnen und Wähler aus unteren Einkommens- und Berufsgruppen sich von den politischen Parteien abwenden, wenn sie sich nicht mehr repräsentiert fühlen.