Kritzeleien mit sowas wie: "Max liebt Anna" oder Beleidigungen aller Art gibt es nicht nur heutzutage an Wänden und Klo-Türen - die gab es auch schon vor 2000 Jahren.

Ein Team der Uni Québec und der Pariser Uni Sorbonne hat mit einer neuen Technik alte Graffiti aus Pompeji sichtbar gemacht. Die italienische Stadt wurde im Jahr 79 nach Christus unter Vulkanasche begraben.

Für ihre Untersuchung haben sich die Forschenden einen Fußgängerweg ausgesucht, der die Theater von Pompeji miteinander verbunden hat. Als sie die Wände mit einer speziellen Technik anstrahlten, kamen mehr Graffiti zum Vorschein als bisher bekannt. Und die haben nichts mit Theatervorstellungen zu tun, sondern zeigen ziemlich viel Alltagsleben: Derundder liebt dieunddie, außerdem auch vulgäre Sprüche, mit Verben, die man laut den Forschenden nicht im Lateinunterricht lernt. Schreibfehler und Grammatikfehler kamen auch öfter vor.

Ein deutscher Historiker hat die Graffiti von Pompeji auch schon mal analysiert. Er sammelte Sprüche wie: "Euplia hat's mit 2000 Männern getrieben" oder "Geiler Sohn! Wie vielen Frauen hast du's eigentlich schon besorgt?"