Woran erkennt man, ob eine Präriewühlmaus verliebt ist?
Antwort: Am Gehirn. Genauer gesagt sind es zwei verschiedene Teile des Gehirns, die auf Botenstoffe wie Oxytocin und Dopamin reagieren. Das schreiben US-Forscher im Fachmagazin Nature. Sie wollten wissen, was genau im Hirn passiert, wenn aus dem ersten Anbandeln eine echte Beziehung wird. Die Präriewühlmaus haben sie als Versuchstier ausgewählt, weil sie zu den wenigen Säugetierarten gehört, die monogam leben.
In ihrem Experiment haben die Forscher Wühlmaus-Pärchen zusammengebracht und dabei die Hirnaktivität der Weibchen gemessen. Dabei kam raus: Je aktiver ein bestimmter Gehirn-Schaltkreis, desto früher kuschelten sich die Nagetiere aneinander und sie paarten sich auch eher.
In einem zweiten Experiment bauten die Forscher weiblichen Wühlmäusen eine Art Schalter ein, mit dem sie den Hirnschaltkreis ein- und ausschalten konnten. So brachten sie die Tiere gezielt dazu, einen bestimmten Partner zu bevorzugen. Laut den Forschern könnten ihre Ergebnisse vielleicht irgendwann Menschen helfen, die Probleme haben, soziale Kontakte zu knüpfen.
