In Polen dürfte es landesweit Bahn-Verspätungen geben.

Denn die Lokführer starten zur Nacht auf Freitag auf eine ungewöhnliche Protestaktion. 24 Stunden lang werden sie an jedem Bahnübergang abbremsen - auf 20 Kilometer pro Stunde.

Die Lokführergewerkschaft will damit vor Sicherheitsrisiken warnen - nach einem schweren Zugunglück gestern. Da war der Fahrer eines Betonmischers an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Intercity zusammengestoßen. Eine Frau starb, zehn Personen wurden verletzt. In Polen hat das eine Sicherheitsdebatte ausgelöst. Denn dort gibt es auch auf Hauptstrecken noch Bahnübergänge ohne Schranke. Laut Gewerkschaft gab es an diesen Übergängen letztes Jahr rund 180 Unfälle.