Das sagt ein Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Das Team hat in inzwischen drei Studien untersucht, inwieweit Botox-Einspritzungen in die Stirn psychische Leiden lindern können. Denn schon länger wird vermutet, dass unsere Mimik eng verknüpft ist mit unserem Gefühlsleben.
Mimik und Gefühlsleben hängen zusammen
Die Facial-Feedback-Theorie besagt, dass bestimmte Rezeptoren in den Gesichtsmuskeln Signale ans Gehirn senden - und die können dann je nach Mimik unsere positiven oder negativen Gefühle verstärken. Zum Beispiel kann offenbar ein Zusammenziehen der Augenbrauen und ein Runzeln der Stirn negative Gefühle wie Zorn oder Angst verstärken. Diese Rückkopplung bleibt aus, wenn die Stirn durch Botox geglättet ist.
Wo Botox-Injektionen helfen können
Schon letztes Jahr haben die Forschenden der MHH festgestellt, dass so die Schwere einer Depression gelindert werden kann. Jetzt zeigt ihre neueste Studie, dass auch die Stimmungsschwankungen von Menschen mit Borderline-Syndrom durch eine Botox-Injektion in die Stirn gemildert werden.
