Das zeigen Daten der Krankenkasse DAK-Gesundheit aus dem Jahr 2024, die auf ganz Deutschland hochgerechnet wurden. Danach bekamen mehr als 200.000 Jungen und Mädchen eine ADHS-Neudiagnose - Jungen etwa doppelt so oft, aber auch bei Mädchen gehen die Zahlen nach oben. Gleichzeitig waren fast 620.000 Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 17 Jahren wegen ADHS in Behandlung - das sind rund fünf Prozent der Altersgruppe. Die Erstdiagnose kommt vor allem in der Grundschulzeit.
Stress und Social Media
Psychiatrie-Fachleute sehen als wahrscheinliche Ursachen für den Anstieg eine Spätfolge der Corona-Pandemie, aber auch den wachsenden Druck und Stress auf Kinder und negative Einflüsse von Social Media. Ein Teil des Anstiegs könnte auch dadurch zustande kommen, dass ADHS früher öfter übersehen wurde. Die Fachleute gehen auch davon aus, dass die allermeisten Fälle keine überflüssigen Mode-Diagnosen sind.
