Wer traurig ist, hört oft Musik, um die Stimmung zu verbessern. Eine neue Studie zeigt aber: Wer im Alltag Musik hört, hat dadurch langfristig nicht automatisch eine bessere psychische Gesundheit.

Forschende des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik haben Daten von 20.000 Menschen ausgewertet. Ein Ergebnis: Menschen mit Depressionen, Gefühlen der Einsamkeit oder einer stärkeren Neigung zu Angst, Wut und Traurigkeit hören eher Musik, um ihre Stimmung zu regulieren. Ihre psychische Gesundheit wurde dadurch nicht besser - aber auch nicht schlechter.

Frühere Studien haben gezeigt, dass gezielt eingesetzte Musiktherapien das mentale Wohlbefinden durchaus verbessern können. Nach Ansicht der Forschenden zeigt die Studie, dass man alltägliches Musikhören nicht mit einer Musiktherapie gleichsetzen sollte.