Digital Detox soll ja gut sein für die Psyche. Ein Forschungsteam sagt aber: Die Studienlage dazu ist gar nicht so eindeutig. Manchmal zeigt sich, dass sich das Wohlbefinden verbessert, manchmal genau das Gegenteil.

Das Team der Unis Mainz und Erlangen-Nürnberg sagt, dass der Digital Detox in vielen Studien eine künstliche Situation ist - die Leute machen das nur für die Studie. Das könnte das Ergebnis beeinflussen. Für eine natürlichere Situation haben die Forschenden ihre Testpersonen stattdessen nach ihrem normalen Medien-Verhalten befragt.

Herauskam: Sich zu disconnecten ging tatsächlich öfter mit einer besseren Stimmung einher. Allerdings hielt das in der Regel nur ein paar Stunden. Und: Der Effekt war größer, wenn die Teilnehmenden ihre Geräte aus eigenem Antrieb abschalteten. Wurde jemandem vorgeschrieben, Handy und Co auszustellen, schlug die Stimmung auch mal ins Negative um.