Medizinisches Cannabis wird immer häufiger auf Rezept verschrieben.

Eine neue Studie zweifelt jetzt aber erheblich am Nutzen - vor allem bei psychischen Erkrankungen. Die Fachleute schreiben im Fachmagazin The Lancet Psychiatry, dass sie kaum Belege für eine Besserung bei Depressionen oder Angststörungen finden konnten. Die Studie warnt sogar davor, dass der Einsatz wirksame Therapien verzögern und mehr schaden als nützen könnte. Positive Effekte zeigten sich allerdings bei körperlichen Leiden wie Epilepsie oder chronischen Schmerzen.

Eine Expertin von der Medizinischen Hochschule Hannover kritisiert allerdings, dass verschiedene Wirkstoffe wie THC und CBD in der Studie einfach zusammengeworfen wurden. Sie sagt, dass gezielte Anwendungen bei sozialen Ängsten durchaus helfen können. Die allgemeine Warnung findet sie unbegründet.