Forschende aus Hongkong haben das näher untersucht. Sie installierten auf den Smartphones von einigen Testpersonen bestimmte Tracking-Apps, um deren Nutzung zu überwachen. Und vorher ließen sie die Menschen einen Fragebogen ausfüllen. Damit wurde festgestellt, wie hoch deren Nomophobie ist, die Angst, ohne Mobiltelefon zu sein. Und da zeigte sich ein Zusammenhang. Menschen mit hohen Werten verbrachten mehr Zeit mit Social Media, wenn ihnen langweilig war oder wenn sie sich schlecht fühlten. Das Team schreibt in der Fachzeitschrift Healthcare, dass die Probanden womöglich negative Gefühle vermeiden wollen. Dieses Muster kann aber auch Abhängigkeit fördern.
Das Team empfiehlt deshalb, bei der Behandlung von Smartphonesucht nicht nur auf die Bildschirmzeit zu achten, sondern den Menschen auch zu helfen, mit negativen Gefühlen oder Langeweile umzugehen.
