"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier" - so lautet ein bekanntes Zitat.

Eine Studie in der Fachzeitschrift Communications Psychology unterstreicht das.

Ein Forschungsteam hat gut 700 Testpersonen mehrere Aufgaben gestellt, bei denen es um Entscheidungen ging. Es zeigte sich, dass Menschen dazu neigen, einmal bevorzugte Handlungen zu wiederholen. Auch in neuen Situationen oder Umgebungen entschieden sie sich am liebsten für die Option, die sie schonmal benutzt hatten - auch wenn es Alternativen gab, die gleichwertig oder besser waren.

Wiederholung ist wie Abkürzung

Menschen tendieren also zur Wiederholung - unabhängig davon, ob das sinnvoll ist. Die Erinnerung an vorheriges Handeln wirkt dabei laut Studie wie eine gedankliche Abkürzung und beeinflusst die aktuelle Entscheidung.

Die Forschenden sagen, dass die Ergebnisse helfen, scheinbar unlogisches Verhalten im Alltag besser zu verstehen - zum Beispiel bei wiederkehrenden Routinen oder wenn wir uns entscheiden, etwas zu kaufen.