Es gibt dafür sogar einen wissenschaftlichen Ausdruck: der Dunning-Kruger-Effekt, basierend auf einer Studie von zwei US-Psychologen. Teilnehmende mussten Multiple-Choice-Tests machen und ihre Leistung selbst einschätzen. Und die Forschenden kamen damals - 1999 - zu dem Schluss: Die Inkompetenten überschätzen sich besonders stark.
Aber kann es sein, dass an der Analyse von Dunning und Kruger gar nicht viel dran ist? Zwei britische Forschende haben sich die Studie nochmal angeguckt und sagen: Sie enthält falsche Annahmen darüber, wie akkurat Multiple-Choice-Tests Kompetenz wirklich abbilden können. Deshalb gehen die Ergebnisse größtenteils auf statistische Fehler zurück.
Nach einer Neu-Auswertung kommen die britischen Forschenden sogar zum gegenteiligen Schluss: Es sind eher die Kompetenten, die sich überschätzen.
