Wie gehe ich mit Liebeskummer oder schlechten Noten um? Was ist die coolste Klamottenmarke? Und: Bin ich schön?

Bei solchen Fragen orientieren sich die meisten Jugendlichen an Gleichaltrigen, zum Beispiel in ihrer Schulklasse. Sie halten es für wichtig, dazuzugehören. Aber passen sich Jugendliche eher an ihre Freundinnen und Freunde an, oder an besonders beliebte Mitschülerinnen und Mitschüler?

Eine Studie mit rund 500 Jugendlichen in Litauen hat ergeben: Es kommt drauf an. Wenn es um Gefühle, persönliche Probleme und schulische Leistungen geht, ist der Einfluss von Freundschaften groß. Befreundete gingen zum Beipiel ähnlich mit Problemen um und waren ähnlich gut in der Schule.

Die beliebtesten MitschülerInnen sind dagegen wohl der Maßstab, wenn es um die eigene Außenwirkung geht - ihre Einstellung zu Social Media oder ihrem Körper beeinflusste auch das Verhalten der anderen in der Klasse.

Die Forschenden sagen, wenn man weiß, bei welchen Themen welche Personen den größten Einfluss haben, könnte man vielleicht effektiver gegen Gruppendruck unter Jugendlichen vorgehen.