Was wie Sci-Fi klingt, wird langsam Realität: Immer mehr Menschen führen emotionale oder romantische Beziehungen zu Künstlicher Intelligenz. Manche haben sie sogar „geheiratet“. Diese Bindungen können problematisch werden, sagen Forschende.
In einem Meinungsbeitrag im Fachjournal Trends in Cognitive Sciences warnen sie: Enge Beziehungen zu KI-Systemen können echte zwischenmenschliche Beziehungen beeinflussen – etwa durch falsche Erwartungen. KIs sind nämlich so programmiert, dass sie immer empathisch und wohlwollend antworten. Das ist bei Menschen nicht immer so. Noch kritischer wird es, wenn KI als vertrauenswürdiger Gesprächspartner erscheint, aber falsche Infos gibt oder schädliche Ratschläge – etwa zu Verschwörungsmythen oder Suizid.
Die Forschenden fordern: Fachleute aus Psychologie und Sozialwissenschaften sollten stärker an der Entwicklung und Erforschung von KI-Systemen beteiligt werden – besonders dann, wenn sie für enge, persönliche Beziehungen gedacht sind.
