Psilocybin kommt in Magic Mushrooms vor. Die Substanz kann ähnliche Rauschzustände wie LSD auslösen, wird aber auch zum Behandeln von Depressionen erforscht.

Frühere Studien haben vor allem Hoffnungen für Patienten mit schweren Depressionen geweckt, bei denen zum Beispiel Antidepressiva nicht anschlagen. Eine neue deutsche Studie zeigt jetzt aber: So eindeutig ist die Wirkung von Psilocybin gegen Depressionen wohl nicht.

Die Forschungsgruppe schreibt im Fachblatt Jama Psychiatry, dass sie insgesamt 144 erkrankte Erwachsene untersucht hat. Sie bekamen zwei Dosen Psilocybin - im Abstand von sechs Wochen. Manche eine höhere, manche eine niedrigere Dosis - und eine Kontrollgruppe bekam ein anderes psychoaktives Präparat.

Nach dem Behandlungszeitraum zeigte aber nur ein kleiner Teil der Leute 50 Prozent weniger Depressions-Symptome. Und zwar bei denjenigen, die die höhere Dosis Psilocybin bekommen hatten. Bei der Dosis gab es aber auch mehr unerwünschte Wirkungen, wie Suizidgedanken.

Die Forschenden sagen: Psilocybin muss weiter erforscht werden, um zu klären, welche Dosis welchem Betroffenen in welcher Umgebung wirklich helfen kann.

Hier geht's zu einem ausführlichen Gespräch über die Studienergebnisse.