Wenn Pythons fressen, dann verschlingen die Schlangen ja manchmal ganze Tiere - und das ist anstrengend fürs Herz.

Denn das muss mehr leisten, damit die Schlangen ihre riesigen Mahlzeiten verdauen können. Wie Python-Herzen das schaffen, hat jetzt ein internationales Biomedizin-Team rausgefunden. Dafür haben die Forschenden die Herzen von gefütterten Königspythons verglichen mit den Herzen von Tieren, die 28 Tage gefastet hatten. Ergebnis: Offenbar passt sich der Muskel an und kombiniert dabei verschiedene biologische Mechanismen.

Die Forschenden schreiben im Fachmagazin Pnas, dass sich das Herz der Schlangen 24 Stunden nach einer Riesenmahlzeit um ein Viertel vergrößert hat, außerdem wurde das Herzmuskelgewebe deutlich weicher und die Muskelfasern erzeugten mehr Kraft. So konnte das Herz stärker pressen, um den Puls mehr als zu verdoppeln. Außerdem halfen spezialisierte Gene in den Herzmuskelzellen, den Stoffwechsel der Pythons um das 40-fache zu erhöhen. Diese körperlichen Anpassungen gingen zwei Wochen nach einer riesigen Mahlzeit fast komplett zurück. ((Das Herz der Pythons war noch ein bisschen größer und sogar stärker als vorher.))