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Die Corona-Pandemie hat in europäischen Städten für deutlich mehr Fahrradverkehr gesorgt.

Und das hat viel mit Pop-up-Fahrradwegen zu tun, die eingerichtet wurden. Das schreibt ein deutsches Forscherduo im Fachmagazin PNAS. Es hat Daten ausgewertet zum täglichen Fahrradverkehr und zu Pop-up-Fahrradwegen während der Corona-Pandemie in mehr als 100 europäischen Städten. Laut den Forschern zeigte sich im Vorher-Nachher-Vergleich, dass der Fahrradverkehr durch die Pop-up-Wege deutlich anstieg - und zwar im Schnitt zwischen 11 und 48 Prozent.

Laut den Studienautoren passieren Veränderungen in der Verkehrsinfrastruktur sonst langsam. Deshalb seien die pandemiebedingten Pop-up-Fahrradwege eine einzigartige Chance, um beurteilen zu können, welche Auswirkungen solche Änderungen haben und wie sie mehr Menschen zum Radfahren bringen können. Die Forscher sagen: Es funktioniert offenbar mit den neuen Radwegen. Nun müsste noch überprüft werden, ob der Effekt auch nach der Pandemie anhält.

In Deutschland hat die Fahrradindustrie kürzlich bekanntgegeben, dass letztes Jahr knapp 17 Prozent mehr Räder verkauft wurden. Der Umsatz stieg um rund 60 Prozent auf mehr als 6,4 Milliarden Euro. Besonders hoch war die Nachfrage nach Elektrofahrrädern. Die Menschen hätten den öffentlichen Nahverkehr gemieden und Bewegung an der frischen Luft gesucht.