Sie können das Zehnfache ihres Körpergewichts schleppen. Irgendwann geht aber auch Ameisen die Puste aus.

Wenn die Beute besonders schwer ist, schalten Wüstenameisen deshalb in den Rückwärtsgang. Sie zerren die Beute also den ganzen Weg bis ins Nest und finden genau so gut wie im Vorwärtsgang nach Hause. Biologen der Uni Ulm haben jetzt herausgefunden, wie die Ameisen es schaffen, sich rückwärts zu orientieren. Dafür haben sie die Insekten auf ein Versuchsfeld mit Gitterlinien gesetzt und ihre Bewegungen aufgezeichnet.

Eingebauter Schrittzähler

Der Trick der Ameisen: Sie merken sich die umliegende Landschaft und orientieren sich am Stand der Sonne. Dazu haben sie aber auch eine Art eingebauten Schrittzähler. Dieses neurobiologische System berechnet automatisch die Richtung und die Länge jedes einzelnen Schrittes. So finden die Wüstenameisen jedes Mal ganz leicht nach Hause. Die Biologen glauben, dass die Navigation der Ameisen Vorbild für neue Roboter sein könnte.