und dass sie mehr werden, zeigt sich nicht nur an lebenden Tieren. Es werden auch mehr tote Wölfe gefunden. Das Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin hat inzwischen den 1000. toten Wolf seziert - hauptsächlich aus der Nordosthälfte Deutschlands, aber auch aus anderen Gegenden. Inzwischen gebe es allerdings so viele Totfunde, dass nicht mehr alle umfassend untersucht werden können.
Die mit Abstand häufigste Todesursache ist laut Institut der Straßenverkehr. Etwa jedes zehnte gefundene Tier wurde allerdings illegal geschossen - obwohl Wölfe streng geschützt sind.
Weitere Analysen zeigen, wie sich die Raubtiere ernähren: Rehe, Wildschweine und Hirsche machen demnach 90 Prozent der Nahrung aus. Im Magen einer toten Wölfin fand man auch ein Nutria. Weidetiere wie Schafe oder Ziegen machen weniger als 2 Prozent der Beute aus. Die Forschenden finden es trotzdem wichtig, betroffene Tierhalter unbürokratisch zu unterstützen.