Auf dem Mond ticken Uhren etwas anders - die Zeit vergeht dort schneller als auf der Erde.

Das liegt, ganz gemäß Einsteins Relativitätstheorie, daran, dass der Mond eine geringere Masse hat - und damit ein schwächeres Gravitationsfeld. Die Zeit wird dadurch quasi weniger abgebremst.

Die Nasa schätzt den Unterschied auf im Schnitt 58,7 Mikrosekunden pro Erdentag - also einen winzigen Bruchteil einer Sekunde. Für mehr Raumfahrt am Mond kann das trotzdem zum Problem werden. Deswegen soll die Nasa jetzt offiziell einen Vorschlag für eine Mondzeit machen, im Auftrag der US-Regierung. Das Wissenschaftsbüro des Weißen Hauses möchte den Plan für die Mondzeit bis Ende 2026 haben. Demnach reicht es insbesondere für separat geplante, aber gleichzeitig ablaufende Mondmissionen nicht aus, sich einfach nach der Erdzeit zu richten.

Eine Möglichkeit wäre: Die Mondzeit, ähnlich der Erdzeit, durch ein Netz von Atomuhren auf der Oberfläche festzulegen.