Wer unter Reiseübelkeit leidet, für den können Fahrten in Auto und Bus sehr unangenehm werden - gerade nachts, wenn es draußen dunkel ist und man sich deshalb nur schwer auf einen Punkt in der Ferne konzentrieren kann.

Eine kleine Studie im Fachmagazin Artifical Intelligence and Autonomous Systems beschreibt, wie man Abhilfe schaffen könnte, nämlich mit der richtigen Beleuchtung.

Ein Forschungsteam hat drei Testpersonen auf Autofahrten durch das nächtliche Shanghai geschickt. Alle 5 Minuten sollten sie berichten, wie übel ihnen gerade ist. Außerdem wurde ihre Gehirnaktivität gemessen. Bei den Fahrten ohne Innenraumbeleuchtung war den Testpersonen rund Dreiviertel der Zeit übel. Etwas besser war es mit blauem Licht. Die besten Ergebnisse lieferte die rote Innenraumbeleuchtung: Rund Dreiviertel der Zeit fühlten die Testpersonen dann keine Reisübelkeit.

Das liegt den Forschenden zufolge daran, dass das rote Licht bestimmte Gehirnwellenaktivitäten beeinflusst. Dadurch hilft es, den neurologischen Stress zu lindern, der mit Reiseübelkeit zusammenhängt.