Oft wird eine Ernährungsumstellung empfohlen, und einige Studien haben ergeben, dass eine spezielle Diät mit wenig Kohlenhydraten im Schnitt besser wirkt als Medikamente. Aber: das ist nicht bei allen Betroffenen so. Ein europäisches Forschungsteam schreibt jetzt im Fachmagazin "Clinical Gastroenterology & Hepatology", dass man an den Genen ablesen kann, bei wem eine Ernährungsumstellung wahrscheinlich sinnvoll ist.
An der Studie haben 250 Reizdarm-Betroffene teilgenommen, einige hatten einen Defekt bei den Genen, die an der Kohlenhydrat-Verdauung beteiligt sind. Bei diesen Testpersonen wirkte die spezielle Ernährung mit wenig Kohlenhydraten deutlich besser als bei Personen ohne den Gen-Defekt.
Die Forschenden sagen, wenn man den Gen-Defekt als klinischen Marker einsetzt, könnte man die Ernährungsumstellung effizienter verschreiben und gleichzeitig vielen Reizdarm-Betroffenen eine unnötige Einschränkung beim Essen ersparen.
Online: In der Studie getestet wurde die FODMAP-Diät, die oft bei Reizdarm empfohlen wird. Dabei lässt man schnell vergärende Kohlenhydrate weg - die stecken zum Beispiel in Zucker, Süßstoffen und Weißbrot, aber auch in stark fruktosehaltigem Obst und Gemüse, Milchprodukten und Hülsenfrüchten.