1669 starb der Maler Rembrandt verarmt in Amsterdam. Dass seine Arbeiten noch 350 Jahre später für Gesprächsstoff sorgen, hat er wahrscheinlich nicht vermutet.
Chemiker aus den Niederlanden und Frankreich haben jetzt anhand winziger Farbproben eine berühmte Maltechnik Rembrandts analysiert. Die Technik nennt sich Impasto - die Farbe wird dabei dick aufgetragen und macht das Dargestellte plastisch. Wichtig ist die Zusammensetzung der Farbpaste, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Im Fachmagazin Angewandte Chemie beschreibt das Forscherteam, dass Rembrandt für den dicken Farbaufstrich eine ungewöhnliche Zutat verwendete, und zwar Bleioxid. Dieses Pigment hat er wohl der Farbe zugefügt, dazu kam noch Leinöl und so entstand eine schöne dicke Paste.
Die Forscher berichten, dass sie überrascht waren. Bisher ist das Verwenden von Bleioxid eher aus dem 20. Jahrhundert - also 300 Jahre später - bekannt.
