Über ein Jahr lang hing im Rhein in Köln ein Apparat, der Müll aufgefangen hat - RheinKrake wurde er genannt.

Jetzt ist die Auswertung dieses Projekts da: Täglich schwimmen im Rhein etwa 53.000 Teile Müll vorbei, größtenteils Einweg-Produkte aus Plastik. Wie im Fachjournal Communications Sustainability zu lesen ist, wurden binnen 16 Monaten etwa 20.000 Teile aufgefangen und die Menge dann hochgerechnet. Denn die RheinKrake fischte den Müll nicht über die gesamte Breite des Flusses heraus. Dabei ging es um Makromüll, also ab einer Größe von einem Zentimeter. In den Gittern der Müll-Falle konnten nur Stücke ab ein paar Zentimetern Größe gefangen werden.

Die Forschenden der Unis Bonn und Tübingen, ein Verein von Umweltschützenden und die Bundesanstalt für Gewässerkunde schreiben: Es treibt mehr Müll den Rhein entlang als angenommen. Darunter viel Plastik, aber auch andere menschengemachte Materialien wie Textilien, Glas oder Keramik. Und vom Rhein aus gelangt all das auch ins geschützte Wattenmeer.

Das Team empfiehlt, bei Flaschen und Verpackungen noch mehr von Einweg auf Mehrweg umzustellen. Und Müll vom Ufer zu entfernen. Denn wenn der Wasserpegel steigt, wird der in den Fluss gespült.