Das tägliche Ei auf dem Frühstückstisch - steht es da zurecht oder sollten wir lieber die Finger davon lassen?
Seit Jahrzehnten wechseln sich die Empfehlungen der Forscher immer wieder ab. Im Fokus dabei: Das Cholesterin im Ei. Hohe Werte davon im Blut stehen im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu fördern. In Studien aus der letzten Zeit hatte sich dieser Zusammenhang allerdings nicht mehr eindeutig gezeigt. Das ist jetzt anders: Forscher aus Chicago haben Daten von knapp 30.000 Amerikanern ausgewertet, die bei Langzeitstudien von bis zu 31 Jahren mitgemacht hatten. Dabei stellte sich raus: Wer jeden Tag 300 Milligramm Cholesterin zu sich nahm - in etwa so viel wie in knapp zwei Eiern enthalten, bei dem stieg das Risiko für eine tödliche Erkrankung um 18 Prozent. Und viel Cholesterin steckt nicht nur in Eiern, auch in rotem Fleisch, Butter oder Schlagsahne.
Die Forscher sagen allerdings, dass die Ernährungsdaten der Teilnehmer nur auf deren Angaben beruhen und nicht näher überprüft wurden. Aus ihrer Sicht spricht auch nichts dagegen, Eier in Maßen zu essen - in ihnen sind nämlich auch wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Aminosäuren, Calcium und Eisen enthalten.
