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Die Tiefsee ist immer noch wenig erforscht.

Neben der Wissenschaft interessiert sich auch die Industrie für diesen weitgehend lichtlosen Bereich der Meere. Denn auf dem Meeresgrund gibt es teilweise Rohstoffe, die in der Wirtschaft nachgefragt sind, zum Beispiel Kobalt, Lithium, Nickel, Kupfer oder Seltene Erden.

Sorge um das Leben der Tiefsee

Wenn diese Rohstoffe allerdings abgebaut würden, hätte das Folgen für die Meeresbewohner. Davor warnt die Weltnaturschutzunion. Den Ozeanboden mit Maschinen aufzureißen, komme dem Abholzen von Wäldern gleich, erklärte die Organisation in der Schweiz. Wenn Sedimente am Meeresboden aufgewirbelt werden, könnten Tiere ersticken oder nicht mehr genug sehen. Lebewesen würden zudem gestört durch Lärm, Vibrationen, Licht und Schiffe.

Tobias Jobke, Deutschlandfunk Nova Wissensnachrichten
Die Umweltschützer befürchten, dass viele Tiere sterben, zum Beispiel weil giftige Stoffe aufsteigen.

Der kommerzielle Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee ist ziemlich konkret geplant. Es soll etwa 2025 losgehen. Die Internationale Meeresbodenbehörde ISA erteilt Lizenzen für die Suche nach Rohstoffen und arbeitet derzeit an Verhaltensregeln. Den Umweltschützern reichen die aber nicht.

Auch Deutschland hat eine Lizenz für die Suche nach Rohstoffen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe will metallreiche Sulfide und kobaltreiche Krusten im Indischen Ozean südöstlich von Madagaskar erforschen - in einer Tiefe von bis zu 3.000 Metern.