Früher war die Gottesanbeterin ein sehr seltenes Insekt in Deutschland – inzwischen breitet sie sich immer weiter aus.

Das Landesamt für Umweltschutz in Sachsen-Anhalt zum Beispiel meldet aktuell, dass es im letzten Jahr mehr als 8.000 Sichtungen registriert hat – so viele wie noch nie.

Sorgen muss sich deswegen aber niemand machen: Die rund sieben Zentimeter großen Tiere sind für Menschen harmlos. Sie sind weder giftig noch stechen oder beißen sie. Der Name kommt von der typischen Haltung der Insekten: Sie halten ihre Vorderbeine oft eng vor der Brust zusammen. Das sieht aus, als würden sie beten – daher der Name "Gottesanbeterin".

Inzwischen gibt es Nachweise unter anderem in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Naturschutzverbände und das Bundesamt für Naturschutz führen die Ausbreitung vor allem auf die steigenden Temperaturen durch den Klimawandel zurück.