Aber wie macht das Gehirn das genau? Ein Forschungsteam beschreibt im Fachjournal PNAS einen bisher unterschätzten Player bei diesem Signalweg: eine Hirn-Zellart namens Astrozyten. Die Zellen sehen aus wie Sterne und galten bisher eher als "Hilfspersonal" für Nervenzellen. Der Signalweg fürs Sättigungsgefühl startet bei bestimmten Hirnzellen, die den erhöhten Blutzuckerspiegel registrieren, wenn wir etwas gegessen haben. Sie erzeugen das Stoffwechselprodukt Laktat, was wiederum die Astrozyten aktiviert. Und erst wenn die chemischen Signale der Astrozyten die Nervenzellen erreichen, fühlen wir uns satt und hören im Normalfall auf zu essen. Bisher dachte man, das Ganze funktioniert ohne den Umweg über Astrozyten.
Die Forschenden sagen, ihre Ergebnisse könnten in Zukunft vielleicht helfen, Übergewicht besser zu behandeln, aber auch Ess-Störungen.
