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Auf der Insel Samoa in Polynesien, östlich von Australien, lassen sich Männer und Frauen traditionellerweise tätowieren, wenn sie erwachsen werden.

Bei den Männern geht das Tattoo von Bauch und Rücken bis zu den Knien, bei Frauen werden die Oberschenkel tattowiert. Die Zeitschrift Scientific American berichtet, wie die Tattoos den Kolonialismus überlebt haben. Und dass die Tattoos gerade bei Samoanern, die ausgewandert sind, sehr beliebt sind, um die eigene Herkunft zu feiern. Viele Samoaner leben in den USA, Neuseeland und Australien. Auch Nicht-Samoaner finden die Tattoos schön und lassen sie sich stechen.

Europäische Missionare wollten die Tattoos im 19. Jahrhundert eigentlich verbieten, viele Samoaner wurden wegen ihrer Körperkunst bestraft oder diskriminiert. Später schrieben die Missionare an ihre Chefs in Rom, dass die Tattoos keine religiösen Zeichen seien und deshalb doch erlaubt bleiben könnten. Mittlerweile unterstützt die Kirche die Tattoos zum Teil. Priester weihen zum Beispiel den Ort, an dem ein Tattoo gestochen wird und haben selbst auch Tattoos.