Auch wenn Forscher noch kein Leben auf anderen Planeten gefunden haben, Studien der letzten Jahre zeigen, dass es lebensfreundliche Bedingungen durchaus nicht nur auf der Erde gibt.
Ein Kandidat ist der Saturnmond Enceladus mit seinem Durchmesser von nur rund 500 Kilometern. Astronomen vermuten, dass unter seinem Eispanzer ein Ozean aus flüssigem Wasser liegt. Ein deutsch-österreichisches Forscherteam hat überprüft, ob es irdische Mikroben gibt, die unter den vermuteten Bedingungen auf Enceladus leben können. Dazu stellten sie die Bedingungen nach, die vermutlich im Ozean des Saturnmonds herrschen.
Japanische Mikroben könnten umziehen
Ergebnis: Ein Mikroben-Stamm aus der japanischen Tiefsee schien besonders geeignet. Und zwar, weil der sich auch bei sehr hohen Temperaturen und hohem Druck vermehren kann.
Den Forschern ist bei ihrem Experiment auch aufgefallen, dass man auf Enceladus mit Raumsonden von der Erde vorsichtig sein muss: Die könnten den Mond mit irdischen Organismen kontaminieren und Untersuchungen verfälschen.
