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In Saudi-Arabien darf eine Frau ihren Auserwählten nicht heiraten, weil der musiziert.

Eine Berufungsgericht in der ultrakonservativen Provinz Kassim stimmte dem Argument der Familie der 38-Jährigen zu, der Mann stehe in schlechtem Ruf, weil er die arabische Laute Oud spiele. Der Streit zieht sich schon seit zwei Jahren hin. In konservativen arabischen Kreisen gilt das Spielen eines Instruments als rufschädigend. In anderen arabischen Ländern ist die arabische Laute dagegen sehr beliebt.

Obwohl der Rechtsweg ausgeschöpft ist, will die Bankerin weiter für ihre Liebe kämpfen und bis zur Staatsspitze ziehen. Sie will sie dazu bringen, das Urteil aufzuheben. Ihr Argument: Ihr Auserwählter arbeitet als Lehrer und ist dabei sehr angesehen und fromm. Außerdem sieht sie es nach eigenem Bekunden nicht ein, dass sie beruflich verantwortlich für 300 Angestellte ist, gleichzeitig aber nicht über ihr Privatleben entscheiden darf.