Sie sind zwar nur etwa einen Zentimeter groß - der Schaden, den sie anrichten können, ist aber immens: Japankäfer.

Die Tiere sind bei Land- und Forstwirten gefürchtet. Sie fallen über Obstplantagen, Weinberge, Wälder, Grünanlagen und Gärten her und fressen bei mehr als 300 Pflanzenarten alles kahl. Die Larven greifen auch Wurzeln an, was zum Absterben der Pflanzen führen. Natürliche Feinde hat der Käfer bei uns nicht - er stammt, wie sein Name vermuten lässt, aus Japan.

Jetzt ist in Bayern zum ersten Mal ein Exemplar entdeckt worden - und zwar in der Nähe von Lindau. Der Käfer ist in eine Tierfalle mit Lockstoffen geraten. Der Schädling ist meldepflichtig und sein Fund in Bayern inzwischen amtlich bestätigt.

Weil der Japankäfer seit einigen Jahren in der Schweiz vorkommt, hat Bayern in mehreren Regionen Fallen aufgestellt. Die Tiere haben einen metallisch glänzenden grünen Kopf und braune Flügel.