Und das ist gut so, denn diese Fledermaus ist ein echter Insektenvernichter. Ein Team der Universität des Baskenlandes hat in einem abgesteckten Gebiet in Nordspanien zwei Fledermaus-Kolonien untersucht: Große und Kleine Hufeisennasen. Ihren Berechnungen zufolge haben diese zwei Kolonien in der Brutzeit von fünf Monaten schätzungsweise drei Tonnen Insekten gefressen. In ihrem Kot gab es Überreste von mehr als 60 verschiedenen Schädlingsarten - Insekten, die Obstbäume, Weinreben oder Gemüsepflanzen befallen. Und noch etwas Erstaunliches: Die Fledermäuse hatten Motten gefressen, die eigentlich in der Region noch gar nicht als Schädling bekannt waren - die Fledermäuse haben sie quasi vor den Menschen entdeckt. Damit könnten Fledermäuse auch als eine Art Frühwarnsystem für neu eingewanderte Schädlinge genutzt werden.
Als die Waldschlösschenbrücke in Dresden gebaut wurde, machte die Kleine Hufeisennase Schlagzeile: Seitdem müssen Autofahrer nachts langsamer über die Brücke fahren, um die Fledermaus nicht zu stören.
