Auch in den Naturwissenschaften ist das offenbar üblich. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hat ergeben, dass in Deutschland gut drei Viertel der Fachkräfte KI ohne Genehmigung nutzen. Untersucht wurden MINT-Berufe, also in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
ChatGPT, Google Gemini oder Perplexity kommen da zum Einsatz, ohne dass IT-Abteilungen oder Geschäftsführung sie freigegeben haben. Das ist riskant, weil womöglich sensible Daten und Dokumente hochgeladen werden. Es kann auch rechtliche Konsequenzen haben, wenn die Firmen gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung verstoßen oder gegen Geheimhaltungsverträge. Ein weiteres Problem ist, dass Fehler entstehen können, wenn die KI-Tools nicht genug getestet wurden.
Für die Untersuchung im Auftrage einer britischen Personalberatung (SThree) wurden gut 5.400 MINT-Fachkräfte befragt aus den USA und Großbritannien sowie aus Deutschland, den Niederlanden, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In Deutschland war die Bereitschaft KI zu nutzen besonders hoch.
