Forscher beobachten Mutter mit behindertem Kind in freier Wildbahn
Japanische Forscher haben erstmals eine Affenmutter in der Wildnis beobachtet, die ein schwer behindertes Baby hatte. Die Wissenschaftler sagen, das Baby habe Symptome gezeigt, die mit dem Down-Syndrom vergleichbar seien. Die Mutter habe sich liebevoll um ihr Kind gekümmert, auch die Schwestern des Kleinen hätten dabei geholfen. Zum Beispiel hätten sie den kleinen Schimpansen beim Stillen gehalten. Normalerweise machen die Affenkinder das selbst, aber dieses Junge war dafür zu schwach. Die Forscher schreiben, auch die anderen Mitglieder der Affengruppe hätten das Kind nicht abgelehnt - die Mutter habe es aber nur Verwandten zur Pflege überlassen. Auf diese Weise habe das Junge fast zwei Jahre überlebt.
Aus ihren Beobachtungen erhoffen sich die Forscher auch Erkenntnisse über das Verhalten von Menschen.
