Bei einer Schlafapnoe setzt der Atem im Schlaf immer wieder aus und der Körper bekommt zu wenig Sauerstoff. Betroffene sind tagsüber müde und haben ein höheres Risiko für zum Beispiel Herzkrankheiten.

Dagegen helfen kann eine spezielle Maske, die man im Schlaf über Mund und Nase zieht und die dann Luft durch die Atemwege drückt - viele fühlen sich durch so ein Gerät aber gestört und tragen es nicht langfristig. Forschende der Uni Göteborg haben jetzt eine Alternative dazu gefunden und die Ergebnisse im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht.

In einer klinischen Studie zeigten sie, dass das Medikament Sultiam Atemaussetzer fast zur Hälfte reduziert, indem es die Atemsteuerung im Gehirn stabilisiert. Dadurch werden auch die Sauerstoffwerte besser. Die Forschenden haben das an Menschen mit mittlerer bis schwerer Apnoe getestet, die eine relativ hohe Dosis Sultiam einnahmen. Die meisten Nebenwirkungen waren mild. In größeren Studien wollen sie jetzt erforschen, ob die Wirkung langfristig anhält und man eine Pille gegen Apnoe auf den Markt bringen kann.